Wohlfühlen in Königstädten - Frohsinn hat neuen Chorleiter

 

Artikel in der Mainspitze am ·Freitag, 25. August 2017

von Susanne Rapp

 

Seit rund drei Jahren leitet er den Frohsinnchor »MusicBox«. Ab September übernimmt Stefan Konrad auch die Leitung der drei anderen Chöre. Sein Vorgänger Markus Braun musste aus gesundheitlichen Gründen diese Tätigkeit abgeben.

 

Königstädten. Wie wird man Chorleiter? Für Stefan Konrad startete die musikalische Laufbahn in seinem Heimatort Wallerstätten. Da begann er bereits mit sieben Jahren im frisch gegründeten Kinderchor des Gesangvereins »Teutonia 1806 Wallerstätten« zu singen. Damals schickten seine Eltern ihn und seine beiden Schwestern zum Singen. »Ab da ist das alles gewachsen«, sagt der 34-jährige. Dem Kinder- folgte der Jugendchor und ein wenig später der Popchor des heimatlichen Gesangvereins. Mit 17 nahm der Vater ihn zum Männerchor mit. Da stellte er fest, dass ihm auch das Singen von älterem Liedgut Spaß machte.

 

»Musikalisch bin ich sehr breit gefächert«, erklärt Konrad. Eine gute Voraussetzung für seinen beruflichen Werdegang, wie sich herausstellte. Gleichsam auch der Dreh- und Angelpunkt, der ihn zum Chorleiter machte. »Kannst du das nicht machen? Probiers doch mal«, bekam Konrad immer häufiger zugetragen. Er besuchte Vizechorleiterkurse und hatte Spaß an dem, was ihm beigebracht wurde. Hinzu kam, dass er sechs Jahre Klavierunterricht mitbrachte und ein Studium der Musikwissenschaften vorzuweisen hat. »Da geht man mal mit und dann entsteht sowas daraus«, umschreibt er seinen Werdegang. Und der entwickelt sich geradlinig und ohne Stolpersteine. 2008 übernahm er die erste Leitung des Erwachsenenchors »Harmonics«, dem er zuvor seine Stimme als Sänger geliehen hatte. Später kamen die anderen Chöre aus Wallerstätten hinzu. Auch in Erfelden betreute er zunächst den Kinderchor des SKG Erfelden, um dort dann auch die anderen Chöre zu übernehmen. Nach Königstädten kam er, weil MusicBox einen neuen Chorleiter suchte und Mona Dornbusch, die Kreischorleiterin Groß-Gerau ihn empfahl. Gut erinnert er sich noch an den Dienstagabend, an dem es darum ging eine Entscheidung zu treffen. Denn am gleichen Abend überschnitten sich eine Probe mit einem Chor seines »Nestvereins« in Wallerstätten und dem neuen Chor in Königstädten mit für ihn ungewisser Zukunft. Er ging nach Königstädten und hat die Entscheidung nicht bereut. Den Männer- und Damenchor, sowie den gemischten Chor zu leiten, sei etwas völlig anderes als die Leitung von MusicBox, mit überwiegend modernem Liedgut, erklärt Konrad. Alle Chöre eines Vereins in einer Hand zu wissen bringe aber auch viele Vorteile, erklärt Hans Walther, der Vorsitzende des Gesangvereins. Vieles ließe sich besser organisieren und abstimmen.

 

»Ich will die Seele berühren, sodass die Menschen nach einer Probe glücklich sind«, umschreibt der Chorleiter eine seiner wichtigsten Zielsetzungen seiner Arbeit. Und über sich selbst sagt er: »Ich fühle mich rundum wohl mit dem, was ich mache.« Stefan Konrad gehört zu den Menschen, die ihren Traumjob gefunden haben. »Was sich entwickelte, kam immer zur rechten Zeit und entsprach meinen Wünschen.« Auch privat spielt die Musik eine große Rolle. Zu seinen Hobbys gehört es, Auftritte von Livebands zu besuchen. Besonders die Stilrichtung Jazz gefällt ihm. Gleichzeitig geht er auch gern einmal zum Tanzen in einen Club, was einmal mehr beweist, dass er sich für unterschiedlichste Musikrichtungen begeistert.